»Touch down and Take off«Plakat


Dozenten > PROF. KILIAN STAUSS
12.05.2015


touch down and take off: Während vor etwa zwei Generationen jedes Familienmitglied ein Stück Oberbekleidung für die jeweilige Witterung besaß, also eine Jacke oder einen Mantel, so können wir heute von etwa 4 bis 5 Stücken pro Person und Saison in der Benutzung ausgehen. Diese werden von ihren Eigentümern sehr differenziert je nach Laune, Mode, Tageszeit, Wetter und Anlass getragen. Hatte früher eine Person ein paar Schuhe, so können wir heute von mindestens 3 Paar Schuhen ausgehen. Im Eingangsbereich einer Wohnung für eine vierköpfige Familie muss also heute Platz für 16 Jacken oder Mäntel und 12 Paar Schuhe vorgehalten werden. Das Entree ist der Start der Raumfolge einer Privatwohnung, der touch down. Hier entscheidet sich, wie man ankommt, wie man begrüßt, wie man empfangen wird und wie man sich fühlt. Trotzdem ist in keiner Wohnung Platz beziehungsweise Mobiliar vorgesehen, das die zeitgenössischen Massen bewältigen oder organi­sieren könnte. Also eher ein Crash anstatt eines touch down. Der Eingangsbereich einer Wohnung ist auch das Ende einer Raumfolge, die im Privaten beginnt und im Öffentlichen endet. Hier entscheidet sich, in welcher Stimmung man die Wohnung verlässt, zur Schule, zur Arbeit oder in die Stadt geht. Aber das Ablegen von Oberbekleidung und Schuhen ist nicht das Gleiche wie das Anziehen. Auch hier hat das zeitgenössische Mobiliar große Schwächen. Die Aufgabe der Studierenden im 4. Semester im Fach »Interior Design« war es, neue Lösungen für den touch down und den take off in einer privaten Wohnung zu entwerfen. Nach einer breit angelegten Recherchephase formierten sich die Studierenden in Viererteams und führten ihre Entwürfe bis hin zu Prototypen aus Originalmaterialien im Maßstab 1:1 aus. Das Projekt wurde von
Prof. Kilian Stauss und Prof. Gabriel Weber betreut.  
MEDIEN:
Touch_Down_and_Take_Off_PLAKAT.pdf