2009 - 1989 | Sacred Space


Dozenten > PROF. LINN SONG
21.10.2014


05.04.09: CH-Vals (alle Bilder sind Rechts für Projektgruppenmitglieder/innen als Download erhältlich)

2009_SacredSpaces_VALS_011


1989 | SACRED SPACE
PROJEKT i6
Im MIXstudio (in Zusammenarbeit mit Prof. M. Wambsganß und der Lichtwerkstatt)


(Aus http://www.merriam-webster.com/dictionary.htm)

SACRED:
Sa cred
Function: adjective
Etymology: Middle English, from past participle of sacren to consecrate, from Anglo-French sacrer, from Latin sacrare, from sacr-, sacer sacred; akin to Latin sancire to make sacred
Date: 14th century

1b: devoted exclusively to one service or use (as of a person or purpose)

2a: worthy of religious veneration : holy
2b: entitled to reverence and respect

5a: unassailable, inviolable
5b: highly valued and important


1989
    Vor genau 20 Jahren (1989) hat die School of Architecture an The University of Texas at Austin ihr erstes Computerlabor mit 10 Rechner eingerichtet. Mittlerweile beherbergt das Labor 80+ Windows- und Mac-Rechner, CNC-Fräser, Lasercutter, 3d-Scanner, und 3d-Printer. Der Einfluss auf die Arbeitsmittel an den Universitäten und in den Büros konnte man sich damals schon in etwa vorstellen; aber der Einfluss auf den Entwurfsprozess und das 3d-Vorstellensvermögen wurde komplett unterschätzt und ist bis heute noch ein Forschungsfeld mit riesigen Lücken.
    Der Ausgangspunkt für dieses Projekt ist daher 1989, wo der Computer noch keine Rolle in den meisten Köpfen gespielt hat. Wir beamen uns zurück, um ein Projekt nach „alten" Methoden zu bearbeiten (wobei am Ende wird Video/Film herangezogen), um bewusst mit bestimmten Medien umzugehen sowie Themen und Aspekte der Raumgestaltung zu widmen, die im Computerzeitalter teilweise stark vernachlässigt wurden.  Am Schluss sollen Sie eine andere Arbeitsweise besser kennenlernen, um sie mit den nun „herrkömmlichen" Methoden vergleichen, und danach einen Schluss über das Arbeiten mit Raum im Allgemeinen und mit Ihren eigenen Methoden im Einzelnen ziehen zu können.
    Es ist von mir (Prof. Song) beabsichtigt den Prozess und die Ergebnisse zu dokumentieren und in einem Artikel/Aufsatz für ein akademisches Journal zu veröffentlichen.

Sacred Space
    Die Interesse an dem Thema Sacred Spaces ist insbesondere während der letzten 2 Semester entstanden. Die Exkursion Sacred Landscapes hat sich beschäftigt mit dem Thema Landschaft als Geschichtenerzähler, als „Kulturgut" und als Sakraler Raum. Die Teilnehmer an der Exkursion nach Amsterdam haben sich mit dem Themen Schnitt als Abbildung 3d-Raum/-Form  sowie mit Floating und Captured Space (Free vs. Confined, Positive vs. Negative, Formed vs. Carved) ausaneindergesetzt.
    Wenn wir die These annehmen, dass die Art und Weise wie man Raum konzipiert und formt kulturell (und geologisch) beeinflusst wird und sie sich mit der Arbeit von Rem Koolhaas und den niederländischen Architekten bestätigen ließe, wollen wir den Versuch durchführen, den alpenländischen Raum entstehen zu lassen. 

Die Aufgabe
    Entstehen sollen Räumlichkeiten - sakraler Räume, die unterirdisch „geformt" werden. Es kann aber muss NICHT eine Kirche/Kapelle sein. Sakral impliziert etwas, die nicht unbedingt was mit Religion zu tun hat, sondern etwas, was uns tief bewegt, was unantastbar ist, oder was wir sehr schätzen; Es ist was, was eine „Bedeutung" trägt.
    Mit dem „vereinfachten" / klar definierten „Rahmen" sowie Raumprogramm und geologischem Kontext ist  die Absicht / der Wunsch, sich intensiv mit den essenziellen Innenarchitekturthemen Raum, Atmosphäre, Licht und Detail beschäftigen zu können und weniger mit dem Themen wie „Funktionen planen", „Räume organisieren/zuordnen" oder „Außenhülle" beschäftigen zu müssen. Der Grundriss wird das Resultat/die Abbildung einer Sequenz von Erlebnissen sein und die „altherkömmliche" Darstellungsweise fordert einen auf, sich mit jedem Strich auseinander zu setzen. Außerdem das Arbeiten mit „traditionellen" Arbeitsmitteln soll in Bewusstsein bringen, dass der Entwurf sich durch das Zeichnen und Modellbauen entfaltet und, dass die Darstellung  vom Inhalt und Entwurfsprozess nicht trenn bar ist.

Kooperation
    Der Entwurf wird vom Prof. Wambsganß begleitet durch das angebotene WPF sowie Lichtuntersuchungen/Versuche und Beratungsgespräche in der Lichtwerkstatt. Teilnahme am WPF ist Pflicht.

Exkursionen

    Im Laufe des Projektes ist es beabsichtigt mehrere kleine und eine größere Exkursion zu machen. Ziele sind u.a.:

Tagestouren:
München (Asamkirche, Johann von Capistran, Riemer Friedhof)
Berchtesgaden (Salzbergwerk)

Wochenende:

Thermalbad, Vals (Zumthor)

Exkursionswoche (27.04. – 02.05.):

Bruder-Klaus-Kapelle, Wachendorf/Mechernich
Zeche Zollverein | Kokerei | ZV Design School
Landschaftspark Duisburg-Nord
Gas-O-Meter
Museumsinsel Hombroich
Museum Kolumba, Köln
Kölner Dom

Die Teilnahme an den Tagesexkursionen ist Pflicht. Teilnahme an der Wochenendexkursion nach Vals sowie an der in der Exkursionswoche wird ausdrücklich empfohlen.


Leistungen
Die üblichen architektonischen Pläne
(Lageplan, Grundrisse, Schnitte, Abwicklungen, Perspektive, usw.)
Arbeitsmodell (auch f. Lichtversuche), M 1:5 bis 1:20 nach Absprache mit Hn. Wambsganß, Hn. Song)
Modellfotos mit Relatoscope
Detaillierte Gestaltung von mind. einem Gegenstand im Raum mit entsprechenden Dokumentation
Kurzfilm
Reflektionsaufsatz
Dokumentation auf CD


Als Projektteilnehmer/in wird ein Platz im MIXstudio zur Verfügung gestellt.
 
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