2009- UTRECHT!

Körper | Raum | Landschaft | Heimat
Dozenten > PROF. LINN SONG
09.01.2009


UtrechtUTRECHT!
Körper | Raum | Landschaft | Heimat
08.06.09 – 12.06.09
Ort: Hochschule Rosenheim und Umgebung


Leitung | Prüfer: Prof. Rainer Haegele (HS Rosenheim)
Gastdozent: Marcel Ponjée (Hogeschool v.d. Kunsten)
Leitung | Prüfer: Prof. Linn Song (HS Rosenheim)
Gastdozent: Rob Van Dam (Hogeschool v.d. Kunsten) 


    Die Begriffe Körper | Raum | Landschaft | Heimat stellen Aspekte unserer individuellen und gemeinsamen Identitäten dar. Vom kleinsten Maßstab des eigenen Körpers zum größten Maßstab der Heimat beeinflussen sie in Wechselwirkung unserer (Selbst)Wahrnehmung.
    Der Körper ist die physikalische Manifestation unseres „Ich". Er ist ein visuelles/ästhetisches Objekt, das wir tagtäglich neu verkleiden, schminken, pflegen und bewegen. Er hängt unmittelbar mit unserer Wahrnehmung von unserer Identität, von unserem „ich" zusammen.
    Der Raum ist „Ort". Er wird „besetzt" nicht nur von dem einzelnen, sondern gleichzeitig auch von anderen. Der wird von uns gestaltet und definiert, oft so dass sie uns „gehören" und direkten Einfluss auf unserem Wohlbefinden haben – ob physikalisch (z.B., ist der Raum zu warm, zu kalt) oder psychologisch (genius loci). Im einfachsten Sinn, bietet er den Körper Schutz.
    Die Landschaft beherbergt unsere Geschichten. Sie dokumentiert die Werte einer Kultur, wie sie mit der Erde (Land | Wasser | Luft) umgeht, was sie mit ihr anstellt. Die Landschaft ist nicht Natur, sie ist ein hoch politisierter Raum, dessen Grenzen nicht durch Fassaden, Gipskartonwände oder Mauerwerk bestimmt werden, sondern durch Gesetze, Sprachen und Zugehörigkeitsgefühle.
    Die Heimat, ist ein Begriff, die in sehr wenige anderen Sprachen übersetzt werden kann, da es soviel beherbergt – z.B., Musik, Sprache, Tanz, Literatur, Bekleidung, Kunst, Orte, Landschaften, Rituale, und vor allem Gefühle. Von den vier hier aufgeführten Begriffen, ist Heimat sicherlich der abstrakteste, da sie wenige konkrete Anhaltspunkte bietet und sehr viel mit Emotion zu tun hat. Dadurch hat sie das Potenzial, überraschend stark zu sein, und somit eine ganze Kultur Identität stiften zu können.

    In diesem Workshop möchten wir diese vier zusammenhängenden Themen in der Form von 2 Aufgaben und im Kontext der Unterschiede zwischen den Niederlanden und Deutschland unter die Lupe nehmen. Die erste, sehr kleine Aufgabe (Körper | Raum) soll individuell an der eigenen Hochschule in den ersten Semesterwochen im Angriff genommen werden. Die Ergebnisse werden dann im Juni gemeinsam präsentiert und diskutiert. Zum Anfang des Workshops in Rosenheim werden kleine Teams gebildet, die eine Stehgreifaufgabe (Körper | Raum | Landschaft | Heimat) gemeinsam lösen und bauen sollen. Die Teams bestehen immer aus einer Mischung der Studierenden beider Hochschulen.


Mo., 08.06.09           
Ankunft der Studierenden aus Utrecht
Mittags: Empfang und Präsentation der ersten Aufgabe
Bildung der Teams
Imbiss

Di., 09.06.09   
09 Uhr: Aufgabenstellung
10 Uhr: Abfahrt mit dem Bus | Wanderung
N.N. Uhr: Gespräche / Anregungen

Mi., 10.06.09   
N.N. Uhr: Zwischentreff

Do., 11.06.09   
09 Uhr: Abfahrt nach München
11 Uhr: Stadtrundgang
14 Uhr: Musuemsviertel od. BMW-Museum
19 Uhr: Besuch im Augustiner Biergarten
Abends: Rückfahrt nach Rosenheim

Fr., 12.06.09   
11 Uhr: Präsentation
Im Anschluss: Abschlussfeier