»Wendelstein-Werkstätten« WS 2009/10

Forschungsbericht
Dozenten > PROF. KILIAN STAUSS
01.12.2010


Die Caritas Wendelstein Werkstätten in Raubling, eine caritativ und zugleich wirtschaftlich operierende Einrichtung in Oberbayern, trat im Sommer 2009 an die Hochschule Rosenheim, Fakultät für Innenarchitektur, Fachgebiet Interior Design, mit der Frage heran, ob man gemeinsam ein Forschungsprojekt durchführen könne. Das Ziel dieses Projektes wäre, das gegenwärtige Portfolio der Caritas Wendelstein Werkstätten an »Produkten für Kinder« zu überprüfen, zu bewerten und gegebenenfalls auch zu erweitern und zu verbessern. Als Professor im Fachgebiet Interior Design interessierte ich mich für diese Problemstellung, trat in Verhandlungen mit dem Auftraggeber und erreichte einen erfolgreichen Vertragsabschluß im August 2009. Insgesamt meldeten sich 12 Studierende des 7. Semesters Innenarchitektur für das Projekt an und schlossen dieses auch erfolgreich ab. Bei der Entwicklung von neuen Lösungen mussten sowohl die Möglichkeiten und Einschränkungen einer caritativen Werkstätte im Bereich Holz als auch die Veränderungen im Spielverhalten und im Weltbild der Zielgruppe – also letztendlich der Kinder – berücksichtigt werden. Es sollten zu einem vernünftigen Preis herstellbare Produkte gestaltet und entwickelt werden, die aber zugleich auch über einen längeren Zeitraum hohen Spielwert besitzen. Vermieden werden sollte auch der »moralisch erhobene Zeigefinger« bei der Verwendung des Materials Holz, denn dessen Vor­teile im Bereich Nachhaltigkeit und Ökologie sind mittlerweile selbstverständlich. Auch reicht es heute nicht mehr für den Erfolg eines Produktes aus, auf dessen ökologische Vorteile hinzuweisen, wenn der eigentliche Nutzen, der Spielwert, nicht stark ausgeprägt ist. Die Auftraggeber, die Caritas Wendelstein Werkstätten, vor allem Frau Petra Rohierse aus dem Bereich Marketing, haben das Projekt mit großem Engagement unterstützt und begleitet. Dafür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Zwei der von den Studierenden entwickelten Produkte werden aktuell für die Serienproduktion vorbereitet.


Rosenheim, August 2010,

Prof. Kilian Stauss

 
MEDIEN:
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