INN7

ENTWERFEN PROJEKT 2 im 7. Semester
Dozenten > PROF. DENISE DIH
24.10.2014


HYPARSCHALE MAGDEBURG WS 2013 | 14

Die doppelt gekrümmten Betonschalen der 1960er und 70er Jahre üben auch Heute noch eine starke Faszination aus. Ihre Schönheit entsteht aus einer beschwingten Leichtigkeit, die mit der logischen Geometrie der hyperbolischen Paraboloiden gepaart ist. Treibende Kraft ist, mit einem minimalen Einsatz von Baumaterialien große Spannweiten zu realisieren. Das Verblüffende an den sog. Hyparschalen ist, dass sich die komplexen Raumgeometrien auch mit einfachen Geraden erzeugen lassen. Dennoch bleibt sie eine nicht abwickelbare Fläche, d.h. sie kann, im Gegensatz zu einem Kegel, nicht aus einem Blatt Papier erzeugt werden. 

Ulrich Müther, Schalenbaumeister aus der ehemaligen DDR, war in der einzigartigen Lage, Planung und Ausführung aus einer Hand sicher zu stellen. Er hat filigrane Betonschalen als Gesamtwerk geschaffen: Experimentell erforscht, mathematisch konstruiert, architektonisch entworfen, ingenieurmäßig berechnet, kaufmännisch kalkuliert und handwerklich errichtet.

Das ehemalige Ausstellungszentrum von 1970 in Magdeburg, bestehend aus vier zusammengesetzten Hyparschalen von je 24 x 24 Metern und einer Schalendicke von nur 7 cm, steht seit vielen Jahren leer. Die große Identifikation der Magdeburger mit ihrer Hyparschale hat zur Gründung eines Vereins geführt, der sich die Rettung der Hyparschale zur Aufgabe gemacht hat. An der Otto-von-Guericke-Universität werden an der Fakultät für Human- und Wirtschaftswissenschaften reale non-profit Geschäftsideen betriebswirtschaftlich begleitet. Im WS 2013/14 werden im Rahmen einer Fallstudie Umnutzungsstrategien für die Hyparschale entwickelt, die in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim Gestalt finden. Die Herausforderung des Projektes besteht in der hochschulübergreifenden Zusammenarbeit von interdisziplinären Teams.









STUDIEREN MIT KIND WS 2011 | 12

12 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren werden momentan in der Kinderkrippe für Kleinkinder von Studierenden der Hochschule Rosenheim betreut. Das Studentenwerk München plant nun mit der Hochschule Rosenheim die Erweiterung um eine weitere Gruppe. Es handelt sich um ein Projekt mit einem konkreten Hintergrund, das so weit wie möglich mit hochschuleigenen Mitteln realisiert werden soll. Die Fakultät für Innenarchitektur wird dafür die Grundlagen erarbeiten.

Die Kinderkrippe liegt nördlich des Campus und wurde Anfang der 90 er Jahre als Holzbau errichtet, die Erweiterung ist ebenfalls als Holzbau zu planen. Im Rahmen des Projektes werden tragfähige Konzepte entwickelt, die das Thema „kindgerechte" Räume erforschen. Besonders in Hinsicht auf unterschiedlichste Erfahrungsmöglichkeiten sind vielseitige Situationen zu erfinden. Spielen, Bauen, Toben, Tanzen, Singen, Bücher anschauen, Kuscheln. Heterogene Aktivitäten erzeugen spezifische Raumatmosphären - Malen, Basteln und Gestalten ebenso wie Sinnes- und Entspannungsübungen, Naturbeobachtungen, Spielen im Freien bei jedem Wetter und vieles mehr ...








JUGENDBIBLIOTHEK WS 2010 | 11


Die ekz.bibliotheksservice GmbH veranstaltet nach einer erfolgreichen Premiere von 2009 zum zweiten Mal einen offenen Ideenwettbewerb für Architekten, Innenarchitekten, Designer und Studierende. Anhand einer vorgegebenen Raumsituation werden neuartige Raumkonzepte für eine Jugendbibliothek gesucht. Aufgabe ist die Entwicklung einer Gesamteinrichtung bis in die Entwicklung eines Einzelmöbels, dabei wird der Aspekt der Innovation herausgestellt.

Der Auslober wünscht sich kreative und unkonventionelle Ideen, die vielfältige Möglichkeiten aufzeigen. Die Verwendung von Licht und Farbe kann dabei eine besondere Rolle spielen. Sich wandelnde Anforderungen an Organisationsformen sollten ein Abbild finden, z.B in Hinblick auf die Präsentation der Medien ebenso wie die Berücksichtigung sich verändernder Erwartungen und Bedürfnisse der Benutzer. Von einem Ort des systematischen Ordnens von Information, vollzieht sich ein Wandel zu einem Ort der Kommunikation, des Aufenthalts in der Bibliothek zum individuellen und gemeinsamen Lernen, Austauschen von Informationen aber auch rein aus der Freude am Lesen.